Weinkeller

Es gibt zwei Phasen bei der Herstellung von Cava. Die erste Phase ist die Herstellung des Basisweines. Die zweite Phase ist die Umwandlung des Basisweines in Cava mit der sekundären Fermentierung in der Flasche, Reifung und Öffnung. Oder die Anwendung der traditionellen Methode.

Den Basiswein für Cava erhält man aus den weißen Traubensorten Macabeu, Parellada, Pansa Blanca und Chardonnay und der roten Sorte, Pinot Noir. Die Herstellung des Basisweines läuft genauso ab wie die Herstellung von Weißwein, wohl aber mit einigen besonderen Kennzeichen.

Bei der Lese muss man den Gesundheitszustand der Trauben und die Reifeparameter besonders gründlich kontrollieren: hauptsächlich Säure, pH und Zuckerkonzentration. Wir müssen das ideale Gleichgewicht zwischen Säure und Zuckergehalt finden, besonders wenn man in Betracht  zieht, dass die sekundäre Fermentierung ungefähr 1,4 % zum Alkoholgehalt hinzufügen wird, und genügend Säure vorhanden sein muss, um die Frische des Weines auch nach dem Reifungsprozess garantiert sein muss. Der Boden der Weinberge von PARXET besteht aus Sauló, einer Art von Granit, die typisch für die D. O. Alella ist, und die unter anderem sehr sauer ist und uns so Trauben mit niedrigem pH bringt.

Die Kontrolle der Gesundheit der Traube ist auch besonders wichtig, weil das Endprodukt zwei Fermentierungen und eine lange Crianza durchmachen wird. Aus diesem Grunde benutzen wir bei PARXET im Eingangsbereich des Weinkellers einen Auslesetisch, um Trauben, die nicht dem Standard entsprechen, auszusortieren.

Bei PARXET pressen wir die ganze Traube in einer pneumatischen Presse, was auf der einen Seite einen leichten Ertragsverlust bedeutet, aber auf der anderen Seite eine minimale Prozentzahl von Partikeln sicherstellt. So können wir eine statische Dekantation bei niedriger Temperatur realisieren, um Oxidationen oder einen unkontrollierten Beginn der Fermentierung zu vermeiden. Die Fermentierung an sich findet auch bei niedrigen Temperaturen statt, so dass der Wein sich während dieses langen Vorganges selbst reinigt. Auf diese Weise vermeiden wir die Reinigung nach der Fermentierung und wir erhalten einen Basiswein, der komplexer ist und geeigneter, um aus ihm einen Schaumwein herzustellen.

Die Zugabe des Sprudelns besteht aus verschiedenen Vorgängen. Die sekundäre Fermentierung ist der erste Prozess der Methode. Der Basiswein wird mit Hefe gemischt. Diese Mischung wird in Flaschen abgefüllt. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht des Zuckergehaltes des Weines herzustellen und darauf zu achten, dass die richtige Menge Hefe hinzugefügt wird, um den richtigen Grad der Fermentierung und somit Druck im Cava zu erhalten. Dann werden die Flaschen mit einem Verschluss geschlossen und mit einer Krone versiegelt.

Die Crianza ist ein Prozess, in dem der Wein sowohl physikalische / chemische Veränderungen als auch Veränderungen in Aroma und Geschmack durchläuft. Während der Crianza entwickelt sich durch die Fermentierung hauptsächlich Alkohol (ungefähr bis zu 1,4 %) und CO², wodurch ein Überdruck in der Flasche entsteht. Außerdem entwickeln sich andere Nebenprodukt, die zum endgültigen Geschmack beitragen, wie zum Beispiel das Glyzerol, Diazetil (Aromen von Butter und Haselnüssen), Azetone (Mandeln). Die Azetate, die für Fruchtgeschmack wie Banane und Pfirsich zuständig sind, werden zugunsten von Etyhlestern (reifere, süßere Früchte) reduziert. Die Fermentierung dauert ungefähr 20 - 30 Tage. Die Hefe vermehrt sich, bis der Druck in der Flasche ungefähr 3 Bar erreicht. In dieser Phase ist die Position der Flasche wichtig. Nur in einer perfekten, horizontalen Lage kann man die absolute Fermentierung des Zuckers durch die Konvektionsbewegungen im Cava erreichen.

Am Ende der Crianza müssen die Flaschen gereinigt werden. Die Klarifizierung des Cavas ist eine Kombination von Rotation und Inklination der Flasche. Man beginnt mit einer horizontalen, trüben Flasche und erhält schrittweise eine vertikale Flasche mit allen Sedimenten konzentriert im Flaschenhals.

Wenn die Flasche einmal sauber ist, entfernen wir die Hefe aus dem Flaschenhals.   Üblicherweise werden die Flaschenhälse gefroren. Wenn die Krone entfernt wird, verlässt die gefrorene Hefe durch den Druck die Flasche. Danach wird die Flasche wieder mit Cava und Expeditionslikör gefüllt. Am Ende wird sie mit einem Korkverschluss und Draht geschlossen, gewaschen und etikettiert.

 

 

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